IMPRESSUM

Das Sammeln von Regiongald im Deutschsprachigen Raum.

Helfen Sie bitte mit, und erweitern Sie diese Webseite mit Informationen neuer Regionalgeldausgaben und senden Sie mir je zwei Exemplare Ihrer Regionalgeldscheine an meine Anschrift. Sie werden in dieser Datenbank erfasst, welche regelmäßig erneuert wird. Weiterhin werden Ihre Scheine, zusammen mit der Fachgruppe Numismatik Schwedt, welche Mitglied Mitglied im Kulturbund e.V. ist, für Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert. Diese werden dann mit Vorder- und Rückseite dem Betrachter zur Verfügung stehen. Später soll eine Katalogisierung für Sammler entstehen. Ich bedanke mich für alle Zusendungen, die bis her erfolgten und freue mich und hoffe auf Gute Zusammenarbeit.

Postschrift: Regionotes - Thomas Krause - Postfach 100319 - 16286 Schwedt/Oder.

Sonntag, 26. Juni 2011

E3 - Wära

Die Wära war ein umlaufgesichertes Tauschmittel, das Ende der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts im Rahmen eines freiwirtschaftlichen Geldexperiments an vielen Orten Deutschlands eingeführt wurde. Initiiert wurde dieses Experiment von den Gesell-Anhängern Hans Timm und Helmut Rödiger im Jahr 1926. Mit der Wära verwandt sind heutige Modelle des sogenannten Regiogeldes.

Schwundgeld aus der Deflationszeit
Das sogenannte Schwundgeld war als Ersatzzahlungsmitel gedacht. das das normale Geld verdrängen sollte. Es wurde nach der Theorie von Silvio Gesell (1862-1930) entwickelt. Gesell wanderte 1886 nach Argentinien aus, wo er die dort zu jener Zeit herrschende verwirrende Papiergeltwirtschaft beobachtete und studierte. Als er nach Europa zurückkehrte, wurde er Finanzminister in der bayrischen Räterepublik. Hier widmete er sich ganz seinen Gedanken zur Geldreform. Er wollte eine neue Wirtschaftsordnung schatten. Die von ihm in zahlreichen Schriften entwickelte Freiwirtschaftslehre sollte den zu langsamen Umlauf des Geldes und die damit einhergehende Verlangsamung des Laistungstauschs zwischen den Menschen beheben. Nach Gesells Ansicht lag darin der Hauptgrund der Deflation nach dem ersten Weltkrieg. Zur Beschleunigung des Leistungstausches und um der Verknappung an Zahlungsmitteln vorzubeugen, empfahl Gesell die Einführung von Freigeld, das im Volksmund Schwundgeld genannt wurde. Dieses Geld verlor in bestimmten Zeitabständen einen Bruchteil seines Wertes. Der Besitzer konnte aber durch den Kauf von Zusatzmarken, die auf die Scheine aufgeklebt werden konnten, den Verlust ausgleichen. So konnte die Zirkulation des Geldes beschleunigt werden, da die klebereifen Schnell weitergegeben wurden. Alle Versuche, das Freigeld in den zwanziger Jahren einzuführen, scheiterten. Erst in den dreissiger Jahren, nach dem Tode Gesells, nahm man seine Anregungen auf. Es wurden einige Ausgaben in Deutschland bekannt (ulm, Ulmer Tauschgesellschaft; Opeln, Arma-Geld, Gera, Allgemeiner Deutscher Tauschverband). Aber auch jetzt setzte sich das Schwundgeld nicht durch, da es nur örtlich, in zu kleinem Rahmen ausgegeben und von den Nationalbanken verboten wurde. Weitere Ausgaben gab es in Österreich, Frankreich, Holland, Rumänien und Schweden. In den USA wurde Schwundgeld zur Zeit der Weltwirtschaftskrise populär und von zahlreichen amerikanischen Handelskammern ausgegeben. Doch die Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse bedeutete gleichzeitig das Ende des Schwundgeldes. Es erwies sich im täglichen Gebrauch als wenig praktikabel. Die ständige Markenkontrolle war umständlich. Häufig lösten sich die Marken bei längerem Gebrauch. Auch die kleinliche Rechnerei erschien läßtig. Die Beeinträchtigung des Geldsparens und Schwirigkeiten im internationalen Zahlungsverkehr mögen ebenfalls dazu beigetragen haben, dass das Schwundgeld nicht zum Geld für die Zukunft wurde, wie Gesell es sich gewünscht hätte. In der Moneypedia sind verschiedene WÄRA´s zu sehen.

1 Kommentar:

  1. “Wenn wir einmal die Natürliche Wirtschaftsordnung erleben, dann braucht man sie nicht mehr in Büchern zu studieren, dann wird alles so klar, so selbstverständlich. Wie bald wird dann auch die Zeit kommen, wo man den Verfasser bemitleiden wird, nicht aber, wie es heute noch geschieht, weil er solch utopischen Wahngebilden nachstrebt, sondern weil er seine Zeit der Verbreitung einer Lehre widmete, die ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht.”

    Silvio Gesell

    Angefangen bei Franz Oppenheimer und John Maynard Keynes (um nur die bekanntesten zu nennen) hat es immer wieder “Besserwisser” gegeben, die versucht haben, “Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld” (Silvio Gesell, 1916) anzuzweifeln. Alle sind gescheitert. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn wer kein “Besserwisser”, sondern einfach nur ehrlich ist, wird einsehen, dass Silvio Gesell zweifelsfrei Recht hatte.

    Die Alles entscheidende Frage lautet: Welcher kollektive Wahnsinn führte die Menschheit bis an den Rand der größten anzunehmenden Katastrophe der Weltkulturgeschichte (globale Liquiditätsfalle), die von den “Verantwortlichen” noch gar nicht gesehen wird, anstatt die “banalsten Selbstverständlichkeiten” zu verstehen und heute auf einem Zivilisationsniveau zu leben, das bestenfalls erahnen kann, wer die “Großen Vier” (Heinlein, Asimov, Lem, Clarke) vollständig gelesen hat? Fragen wir jemanden, der die Antwort gewusst haben muss:

    “Ich glaube - und hoffe - auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten.”

    Sir Arthur Charles Clarke (1917 - 2008), aus "Profile der Zukunft"

    Damit ist beantwortet, warum “Spitzenpolitiker” und “Wirtschaftsexperten” die so genannte “Finanzkrise” am allerwenigsten verstehen. Sie wollen sie gar nicht verstehen, denn in der Natürlichen Wirtschaftsordnung (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus) werden ihre Berufe überflüssig, während allgemeiner Wohlstand zur Selbstverständlichkeit wird.

    Der kollektive Wahnsinn resultiert aus einer künstlichen Programmierung des kollektiv Unbewussten, die vor Urzeiten erforderlich war, um die halbwegs zivilisierte Menschheit durch selektive geistige Blindheit an ein noch immer fehlerhaftes Geld (Zinsgeld) anzupassen, damit das, was wir heute “moderne Zivilisation” nennen, überhaupt entstehen konnte: die Religion (Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe). Der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation setzt die Überwindung der Religion voraus!

    Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:

    “Der Weisheit letzter Schluss”
    http://www.deweles.de/willkommen.html

    AntwortenLöschen