IMPRESSUM

Das Sammeln von Regiongald im Deutschsprachigen Raum.

Helfen Sie bitte mit, und erweitern Sie diese Webseite mit Informationen neuer Regionalgeldausgaben und senden Sie mir je zwei Exemplare Ihrer Regionalgeldscheine an meine Anschrift. Sie werden in dieser Datenbank erfasst, welche regelmäßig erneuert wird. Weiterhin werden Ihre Scheine, zusammen mit der Fachgruppe Numismatik Schwedt, welche Mitglied Mitglied im Kulturbund e.V. ist, für Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert. Diese werden dann mit Vorder- und Rückseite dem Betrachter zur Verfügung stehen. Später soll eine Katalogisierung für Sammler entstehen. Ich bedanke mich für alle Zusendungen, die bis her erfolgten und freue mich und hoffe auf Gute Zusammenarbeit.

Postschrift: Regionotes - Thomas Krause - Postfach 100319 - 16286 Schwedt/Oder.

Donnerstag, 15. September 2011

Thailand: Bia Kud Chum

Bie bedeutet ursprünglich Muschel und erinnert an das primitive Muschelgeld. Das Wort stammt wie so viele Thaiworte aus dem Chinesischen, wo noch heute pei Muschel bedeutet. Das Bia-Währungssystem wurde 1998 im kleinen Dorf Naso im Distrikt Kud Chum in Yasothon, im Nordosten von Thailand, geschaffen. Es wurden Noten in einer Auflage von insgesamt zirka 30.000 Bia gedruckt. 2000 entschied die thailändische Zentralbank, dass dieses Regionalgeld illegal sei und den Tatbestand der Geldfälschung erfülle. Befürchtet wurde ausserdem, dass die Gemeinschaft einen unabhängigen Staat ausrufen würde und somit die nationale Sicherheit und Integrität des thailändischen Territoriums bedrohen könne. Die Gemeinde befolgte diese Anordnung widerwillig und wechselte den Namen von Bia (Pence) auf Boon (Tugend) und versah jeden Schein mit dem Gummistempel Boon, um dem Problem Abhilfe zu verschaffen. Mehrere Nichtregierungsorganisationen, akademische Institute und Gesetzgeber, gingen später ins Dorf, um das System gründlich zu studieren und kamen zu der Erkenntnis, dass das Projekt der Bia-Kut Chum eher Vorteil denn Bedrohung sei. Es sollte als Fallstudie für eine andere Gemeinschaft dienen und man drängte die thailändische Zentralbank, die Bia zuzulassen. Bis heute ist noch keine Antwort aus Bangkok eingetroffen. Heute noch wird in Naso noch der Bia Kud Chum als Ergänzung zum thailändischen Baht verwendet. Ein Gemeindemarkt findet jeden Sonntagmorgen statt, wo Dorfbewohner, insgesamt rund 300 Mitglieder in 40 Haushalten, ihre Waren für den Verkauf und den Austausch für Bia und thailändischen Baht anbieten. Für Handel und Dienstleistungen ausserhalb der Gemeinschaft darf der Bia nicht verwendet werden. Auch die Ausfuhr des Bia aus Thailand unterliegt Restriktionen. Nur wenige Exemplare sind mit dem Gummistempel Souvenir versehen und dürfen ausgeführt werden. Derzeit gibt es rund 2500 lokale Währungssysteme weltweit. Der Bia-Kut Chum ist das erste seiner Art in Südostasien. Mit freundlicher Genehmigung von Frank Schirmer. Weitere Informationen auf Frank´s Webseite oder Moneypedia.

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